Funktionsweise der Biogasanlage

Stromgewinnung

Wärmegewinnung

Grundlage der Biogasgewinnung ist ein biologischer Prozess bei dem Biomasse unter Ausschluss von Sauerstoff durch verschiedene Mikroben zersetzt wird. Dieser Prozess kommt auch in der freien Natur, z.B. in Mooren, auf den Grund von Seen und im Panzen von Wiederkäuern vor.
Der Prozess läuft in vier Teilschritten ab.
Zunächst werden bei der "Hydrolyse" die komplexen Verbindungen des Ausgangsmaterials  in einfacherer organische Verbindungen aufgespalten. Das Feste Material z.B. Mais wird dadurch verflüssigt, da die Zellstrukturen, welche den ca. 70%igen Wasseranteil enthalten, aufgebrochen werden.
In der zweiten der sogenannten "Versäuerungsphase" (Acidogenese) verarbeiten säurebildende Bakterien die Produkte der Hydrolyse zu Fettsäuren wie Essig-, Propion- oder Buttersäure sowie Kohlendioxid und Wasserstoff.
Diese Ausgangsstoffe werden dann in der "Essigsäuebildungsphase" (Acetogenese) wie der Name schon sagt vorrangig zu Essigsäure aber auch Wasserstoff und Kohlendioxid umgewandelt.
In der "Methanogenese" wird dann der Wasserstoff, ein Teil des Kohlendioxids und die Essigsäure durch die methanbildenden Bakterien zu Methan umgesetzt. Dabei gehen die Mikroben der Essigsäure- mit denen der Methanbildung eine enge Symbiose ein, da ein hoher Wasserstoffgehalt für die Essigsäurebildner schädlich ist.
Das Endprodukt besteht dann aus 50-70% Methan und 50-30% Kohlendioxid sowie einigen Spurengasen wie Schwefelwasserstoff.
Als Ausgangsstoffe finden organische Abfälle (z.B. Biotonne) oder nachwachsende Rohstoffe (NAWARO's) Verwendung. Als nachwachsenden Rohstoffe bezeichnet man z.B. Mais, Gras, Getreide aber auch Rindergülle.
Das Methan im Biogas wird entweder in einem Blockheizkraftwerk (Motor mit Generator) zur Strom- und Wärmeerzeugung oder direkt zur Einspeisung ins Erdgasnetz genutzt.


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